Was nützt dir Parkour wenn du draussen ohne auf Zivilisation angewiesen zu sein, nicht einmal Nahrung kochen kannst; Ich habe Parkour genommen weil es die Kunstform ist die ich und wahrscheinlich viel der Leser praktizieren. Wenn du kochen willst brauchst du dafür erst einmal einige Sachen; du musst Feuer machen können, wissen wie mann das sauberes Trinkwasser gewinnt, wie mann Wild fängt was für Pflanzen mann Essen kann... Und um Feuer zu machen musst du wissen was gut Brennbar ist, Wie mann Funken mit Ästen oder Steinen erzeugt und das auch machen können, wo mann diese Steine findet bzw welche Äste gut geeignet sind. Etwas was gut brennbar ist ist z.b. von Fungi zerfressene Baumrinde da dieses in Pulverform sehr leicht entzündbar ist, um die wiederrum zu gewinnen musst wissen wo diese wächst, wie mann sie effektiv entfernt usw.
Dieses Netz könnte ich ewig weiterspinnen weil alles mit allem verbunden ist. Manche Sachen hierraus sind eher einfach aber wer weiss wie/kann eine Schlange fangen? Wer kann sich so natürlich Bewegen das mann eine Chance hat nah an Wild zu kommen, und sei es nur aus Interesse am Verhalten. Unendliche Fragen auf die wir eine Antwort suchen wozu will mann das nächste Level in einem Video Spiel erreichen wenn du draussen LEBEN kannst? Ich für meinen Teil wollte schon immer Abenteuer erleben nicht den ganzen Tag zuhause vor dem PC hocken. Das ist für mich kein Leben und es war das noch nie. Was braucht mann noch an Spannung und Abenteuer wenn mann draussen eine Welt hat, die darauf wartet entdeckt zu werden? Es ist nicht einfach und es geht auch nicht schnell aber die Schätze die mann enrntet sind umso lohnenswerter...
Yves
1 Kommentar:
Hey Yves,
recht hast Du: es lohnt sich, seine natürliche Umgebung zu kennen und zu wissen, was man brauchen kann.
Gerade feuer machen zu können ist dabei nicht unwichtig.
Es ist schon super, Feuer mit Holzreibung etc. machen zu können. Doch der allererste Schritt ist, überhaupt ein Feuer anzukriegen. Das ist u. U. schon schwer genug. Stell Dir vor, Du bist unterwegs, hast eine Packung Streichhölzer. Es ist Winter, Dein bester Freund ist gerade im Eis eingebrochen und Ihr habt ihn mit Müh und Not rausbekommen. Jetzt sitzt er da vor Dir, klatschnaß, eiskalt und friert bitterlich. Du hast drei Minuten Zeit, ein Feuer in Gang zu bringen, damit er nicht heftige Kälteschäden abkriegt.
Du hast noch drei Streichhölzer, der Rest ist schon verbraten.
Wo bekommst Du Material her, um das Feuer anzumachen?
In jedem vernünftigen Wald findest Du schnell reichlich Material. Du mußt es nur erkennen.
Geh die Tage echt mal raus und versuche, Brennmaterial zu finden, so daß Du ein Feuer entzünden kannst. Das muß nicht in drei Minuten sein, aber nimm wirklich nur drei Streichhölzer mit. Geh los, such Dir Material, das brennen könnte. Und dann bau das Feuer auf und zünd es an...
Ein paar Tipps gebe ich Dir mit.
- Brennmaterial sollte trocken sein. Einen Tipp zum Testen habe ich Dir ja schon gegeben.
- eigentlich ist es fast egal, wie feucht das Holz von außen ist. Wichtiger ist es, ob es innen durchgetrocknet ist, die eigentliche Holzmasse trocken ist.
- Alles, was auf dem Boden liegt, wird immer wieder naß und ist der Verwitterung unterworfen. Was jedoch erhöht gelagert ist, wird mit der Zeit vom Wind gut durchgetrocknet.
- Bruchtest bei dünnerem Material, zB Reisig: bieg das fragliche Material. Läßt es sich leicht und weit biegen und bricht unvollständig, ist es feucht und wird nicht gut brennen. Bricht es schnell, klar knacksend und richtig durch, ist es durchgetrocknet.
- Feuer brennt immer von unten nach oben.
- Sicherheitsregeln beachten!
Wenn Du diese Aufgabe erfolgreich gemeistert hast, kommt Stufe 2: Dasselbe, aber nach ein paar Tagen reichlichem Regen ;-)
Ein Freund von mir ging mal während eines Camps los, machte einen Spaziergang im strömenden Regen. Als er zurückkam, hatte er ein Materialbündel in der Hand, welches er mittels Holzreibung entzündete - er hatte wirklich trockenes Material gefunden.
Denn selbst im Regen gibt es im Wald noch trockene Stellen. Die zu finden lohnt sich - wenn Du mal mitten im Wald vom Regen überrascht wirst, bist Du dankbar, ein Auge für die trockenen Stellen zu haben. Die Suche nach Feuermaterial ist hierbei super.
Ach ja, noch ein Tipp: Laub- und Nadelwälder bieten hier unterschiedliche Gelegenheiten...
Hey, viel Spaß beim Experimentieren!
Lieben Gruß,
Malte
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